08. Oktober
Nachrichten: Platin
Gastkommentar: Platin - Discount-Jäger aufgepasst!
Wenn jahrelang gültige Korrelationen plötzlich aufbrechen, dann weis man, dass etwas Einzigartiges geschehen sein muss.
Ein solches Ereignis gab es im Januar, als die eigentlich qualitativ höherwertigere US-Ölsorte WTI plötzlich günstiger als das schwefelreichere Brent wurde, und als das Futtergetreide Mais im Juni teurer wurde, als Weizen. Und ein solches Ereignis findet jetzt gerade wieder statt bei Platin, das plötzlich günstiger ist, als Gold. In der vergangenen Dekade kam es nur an einem einzigen Zeitpunkt zu einer solchen Umkehr. Eine Unze Gold kostet heute 1654 Dollar, die gleiche Menge Platin wird 132 Dollar günstiger bei 1522 Dollar gehandelt. Dieses Mal aber könnte die Preisumkehr sogar noch länger andauern, als 2008.
Das liegt vor allem an den düsteren Erwartungen des Marktes hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Konjunktur, da Platin in der Automobilindustrie benötigt wird, um Katalysatoren herzustellen. Die Furcht: Weniger konjunkturelle Dynamik könnte zu rückläufigen Auftragseingängen bei Katalysatorherstellern führen. Betrachten wir uns hierzu einmal einen makroökonomischen Indikator: Die engmaschig verfolgten Einkaufsmanagerindizes. Der ISM Index in den USA stieg im September um einen Punkt auf 51,6 Prozent, während das chinesische Pendant um 0,3 Punkte auf 51,2 Prozent stieg. Auf der einen Seite kann man argumentieren, dass diese Werte die schwache Dynamik der jeweiligen Volkswirtschaften widerspiegeln. Auf der anderen Seite lässt sich daraus aber nicht die imminente Gefahr einer Rezession herauslesen, welche die Märkte derzeit umtreibt.
"Der übertriebene Pessimismus der Märkte resultiert aus der Angst, dass es an den Märkten zu einem Crash kommt, der mit 2008 vergleichbar ist", sagt Jochen Stanzl, Chefredakteur von Rohstoff-Report.de. "Das ist aber eher unwahrscheinlich. Solange die Sorgen um die Eurozone und havarierte Banken bestehen, solange wird sich aber auch an der Angst vor einem zweiten Lehman-Crash nicht legen." Da auch der Preisabschlag des Platins gegenüber dem Gold mit diesem hohen Pessimismus erklärt werden kann, ist davon auszugehen, dass dieser Preisabschlag noch einige Monate andauern wird.
Analysten von Johnson Matthey rechnen sogar damit, dass der eigentlich historisch äußerst seltene Preisabschlag von Platin relativ zum Gold nicht nur im vierten Quartal anhalten, sondern vielmehr noch auf einen historischen Höchstwert ansteigen könnte. Grund dafür sei die hohe industrielle Nutzung von Platin: Es wird zu 58% für die Industrie benötigt, das Gold hingegen nur zu 12%. Damit könnte das Gold vorerst der beliebteste Zielort für Fluchtkapital der Krise bleiben, während Platin bestenfalls seitwärts laufen könnte.
Index-Zertifikat auf JPMCCI COMEX Gold Total Return Index
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Basiswert |
JPMorgan Commodity Curve - COMEX Gold Total Return Index |
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WKN / ISIN |
VT1FCF / DE000VT1FCF3 |
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Laufzeit |
Open End |
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Anfängliche Management Gebühr* |
1% p.a. |
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Quanto |
Nein |
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Aktueller Kaufpreis* |
121,20 EUR |
Turbo-Optionsschein Open End auf Platin (Call)
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Basiswert |
Platin (Feinunze) |
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WKN / ISIN |
VT1B7Q / DE000VT1B7Q9 |
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Laufzeit |
Open End |
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Typ |
Call |
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Basispreis* / Barriere* |
1.129,20 USD / 1.129,20 USD |
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Hebel* |
3,78 |
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Abstand zu Knock-out* |
25,17% |
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Aktueller Kaufpreis* |
2,90 EUR |
*Stand: 07.10.2011
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